Und es gibt sie doch
Der Heinzelmännchen-Brunnen zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Köln und steht direkt gegenüber dem Brauhaus FRÜH am Dom. Er wurde zwischen 1897 und 1900 vom Architekten Heinrich Renard und seinem Vater, dem Bildhauer Edmund Renard, gestaltet. Gestiftet wurde der Brunnen vom Kölner Verschönerungsverein anlässlich des 100. Geburtstags von August Kopisch. Der Dichter und Maler August Kopisch machte die Heinzelmännchen mit seinem berühmten Gedicht weit über Köln hinaus bekannt. Der Sage nach waren sie fleißige Hausgeister, die nachts heimlich die Arbeit der Kölner Bürger erledigten. Eines Nachts wurden sie jedoch entdeckt und verschwanden daraufhin für immer. Diese Szene zeigt der Brunnen eindrucksvoll. Oben steht die Schneidersfrau mit einer Laterne, unter ihr stürzen die enttarnten Heinzelmännchen die Treppe hinab. Auf einem Schriftband liest man die berühmte Zeile: „Neugierig war des Schneiders Weib“. In die angrenzenden Sandsteinmauern sind Reliefs mit den Handwerksberufen der Heinzelmännchen eingearbeitet. Auf der Rückseite sitzt eine Eule auf einem Buch mit Lupe, Sinnbild für Weisheit und das Werk von August Kopisch. 2018 wurde der Brunnen aufwändig mit Fördermitteln der Cölner Hofbräu FRÜH saniert.
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